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1985-2010, 25 Jahre Jgz. Enzian
Ausflüge

1997
Beinahe zehn Jahre nach Hamburg gönnten wir uns wieder eine kollektive Belustigung. Am Freitag den 25.07.1997 unternahmen wir diesmal mit unseren Frauen einen Ausflug. Einmal am Rhein... Wir waren sogar auf´m Rhein. Außer schlucken bis der Arzt kommt gab es auch ein großes Feuerwerk und was zu Essen, für den einen oder anderen sogar zwei Mahlzeiten. Unser Jungschütze wollte dieses Erlebnis zwanzig Tage nach seiner offiziellen Einbürgerung mit Nachdruck in Erinnerung behalten. Er hat dieser Veranstaltung gegenüber seiner Haustür ein Denkmal gewürgt. Es bleibt unvergessen wie hochkonzentriert er sich im Bus in die Rückenlehne seines Vodermannes krampfte. Alle sangen Lieder nur einer nicht. Das öffnen der Bustür war praktisch ein Bewegungsablauf in Kombination mit der Flucht vom Jungschützen. Es stand Ihm im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Hals.

1998
Ri Ra Rutsch, wir fahren mit der Kutsch!
01.08.1998 10.30 Uhr. Unser alljährlicher Ausflug steht an. Das unsere Veranstaltungen immer bis ins letzte Detail durchorganisiert sind hat sich auch an diesem sonnigen Samstagmorgen mal wieder bestätigt. Wie immer fehlte nur einer: der Zapfhahn. Als wir endlich loszockeln konnten, das Faß und der Jröhne waren gut gesichert, dauerte es nicht lange bis zum ersten Höhepunkt dieser Tour. Eine drei Meter Pipeline aus Strohhalmen für Günter und Holger. Jröhne auf Irrwegen. Beim ersten Boxenstopp in Hemmerden tauschten wir ein Bier gegen einen Riesenremmel Fleischwurst, beim zweiten Boxenstopp sind die Männer einfach nur pinkeln gegangen. Helpenstein wurde fahrplanmäßig erreicht. Dort erwartete uns ein Essen vom Feinsten. Lobend seien an dieser Stelle auch die Aquavitgläser des Hauses zu erwähnen. An den Blick vom Wirt, als er seinen mit Pferdeausfluß frisch gespritzten Hof sah, werden wir uns noch lange erinnern können. Endlich wieder bei Wilfried angekommen wurde es nach Kaffee und Kuchen Zeit für ein Nickerchen. Als es draußen langsam dunkel wurde, rollte unsere zweite Angriffswelle: Licht aus, Spot an. Mit dem Beat der siebziger wurde das Faß und so manche Flasche Dimple geleert. Gegen Mitternacht machten sich die letzten Überlebenden, Wilfried, Sigrid, Jörg, Theo, Nicole und Uwe auf den mehr oder weniger langen Weg ins Bett.

1999
Am 10.06.99 um 14 Uhr begann in Korschenbroich ein weiteres Gefecht unserer ewig dauernden Schlacht gegen den Alkohol. Die Bolten – Brauerei konnte nicht ahnen welch unermüdliche Recken sie sich da ins Haus geladen hatten. Leider mußten wir mal wieder einige Totalausfälle verschmerzen, so das unsere Rumpftruppe nur fünf trinkfeste Leber zur Verfügung standen. Nichts desto trotz der Braumeister zeigte uns die heiligen Hallen von Bolten. Als wir schon dachten das nimmt hier nie ein Ende kamen wir endlich zum gemütlichen Teil der Veranstaltung. Freibier für alle. Im sehr gemütlichen Gesellschaftsraum wurden die fünf Besucher Jörg, Theo, Günter, Hans-Josef und Wilfried, von der Brauerei bestens verköstigt. Nachdem sich der Braumeister verabschiedet hatte, gesellte sich ein Mann mittleren Alters zu uns an die Theke, und beklagte, das er aus gesundheitlichen Gründen noch nie das Ur-Weizen von Bolten getrunken hätte und das, obwohl er mit der Brauerei zu tun hätte. Darauf erwiderte Theo, diplomatisch wie er halt ist, das es auch kein großer Verlust sei, weil das Ur-Weizen eben nicht unbedingt der Hit währe. Der Mann verabschiedete sich und die Bedienung erklärte das dieser Mann niemand geringeres als der Besitzer der Brauerei gewesen sei. Man läßt halt keinen Fettnapf aus. Die Bedienung kam zu unserem Glück aus Lüttenglehn, womit für uns die Heimfahrt geklärt war. Mit sechs Personen in einem Golf machte sich die Bolten-Bedienung über Herrenshof und Pesch auf den Weg nach Glehn. Trotz unerklärlicher Ausfälle war es mal wieder ein rundum gelungener Zugausflug. 

2004
Die Mutter aller Zugtouren.
Unser Mitglied Mr. Khaled Sobhi lud zu sich nach Hause ein. Das hieß, Koffer packen und ab nach Ägypten. Der Afrikaner weilte im Herbst 2003 mal wieder in Good Old Glehn als die Idee reifte mal mit alle Mann nach Agypten, warum auch nicht. Die Zugkasse wurde geplündert und auf gings an den Nil. Charterflug nach Hurghada und 5 Sterne All Inclusiv in´s Ali Baba. Khaled Himself kam aus Kairo und machte 8 Tage den Privaten Animateur und Fremdenführer. Keine Frage das wir in diesen 8 Tagen kaum ein Spektakel ausgelassen haben und dabei immer behandelt wurden wie Privatpatienten. Quadtouren durch die Wüste, Tauchen, Kartrennen auf mächtigen Spritschleudern, und immer wieder all Inclusive. Nach 8 Tagen Hurghada gings mit Privatchauffeur Mr. Sobhi 8 Std. quer durch die Wüste nach Kairo. Hier hatten wir 3 Tage Zeit für Kultur. Pyramiden, Sphinx, Tut Ench Amun, Nilfahrt, da haben wir es uns so richtig gut gehen lassen. In der Photo-Galerie findet Ihr Bilder hierzu. Ein besonderes Schmankerl war die Heimreise. Wir flogen ab Hurghada, mussten also von Kairo zurück in die Wüstenstadt. Khaled schlug eine Busfahrt vor. Gesagt getan, für umgerechnet 2 Euro sind wir in einem engen Reisebus voll Einheimischer, es fehlten nur Schafe und Ziegen im Bus, 10 Std durch die Wüste gewackelt. Ich denke unser Afrikaner wusste was er uns mit dem Bus angetan hat und wird bei einer kalten Flasche Sakara mit seinen Kumpels in Kairo noch heute über die verrückten Deutschen lachen.

Bleiben noch diverse Vatertagstouren mit den Saubuam. Wenn die Rechte hieran geklärt wurden werden diese dann in Kürze Online sein.
Das scheint ein längerer Prozeß zu werden, deshalb hier schon mal ein neuer Bericht.

2008
Das Partybike, oder je Oller desto anstrengend.
Es war wohl ein Anfall von Übermut als das Partybike gebucht wurde. Wie sonst soll man erklären das 8 alternde Männer fast 1000Kg per Muskelkraft durch die Lande bewegen. Auf ebener Strecke konnte man bei dem ein oder anderen noch freundliche Gesichtszüge erkennen. Aber ... gibt es einen Weg von Glehn zum Frankenheim in Grefrath ohne Anstiege ? Nun den gibt es nicht. Ein schwacher Trost war der Fahrtwind während den kurzen Abfahrten. Endlich bei der Brauerei angekommen haben wir eine sehr ausgedehnte Pause genommen und uns im Brauereiausschank gepflegt an Speis und Trank ergötzt. Ganz nebenbei haben wir beschlossen die Fahrt mit einem direkten Heimweg drastisch abzukürzen. Nun auf der Rücktour, nachdem wir die Grefrather Berge hinter uns gelassen hatten, kam die Idee auf den Grenicup im Glehner Sportpark zu bereichern. Was sollen wir sagen, mit Ánkunft der Enzianer auf dem Partybike gab es Sonderapplaus von der dort anwesenden Besucherschar. Bilder dieser Tour gibt es in der Photo-Galerie . Es ist geplant das Partybike noch einmal in Glehn zu präsentieren, hierzu später mehr.

2010
11.07.2010 Schützenfest in Reuschenberg
ENZIAN goes Hubertus, oder spazieren gehen in Uniform mit schwarzer Hose.
Theo hatte schon früh im Jahr Kontakte zu einem Hubertuszug in Reuschenberg geknüpft. Hubertuskönig und Arbeitskollege Dieter hatte uns als Gastzug zum Schützenfest-Sonntag eingeladen.
Schon um 07:00 trafen wir uns bei Uwe. Wir reisten in 2/3 Stärke an und dachten das wird schon reichen. Uwe, Pino, Wilfried, Günter, Eberhart und Theo haben an diesem Sonntag schier Unmenschliches geleistet. Für die Pflege der Kameradschaft unter Schützen bekamen die Fantastischen Sechs vom Hubertuskönig eine Auszeichnung überreicht. Für die Affenhitze gab es nass geschwitze Klamotten und bei der Heimatankunft am Nachmittag ungläubige Frauenblicke wegen der ausgebliebenen Betrunkenheit.
Aber der Reihe nach ….
Um 7:30 Uhr waren wir in Reuschenberg zum Frühstück eingeladen. Hier opferte sich der Olt. und trank mit den Gastgebern das ein oder andere Bier während der Rest der Fantastischen Sechs sich mit alkoholfreien Getränken erfrischte. Theo überreichte die kleine Enzian-Ehrengabe, eine Gedenktafel zur Erinnerung an die Königswürde, natürlich nicht ohne den Hinweis das der Dieter dies auch seinem schmückenden Beiwerk präsentieren solle.
Gegen 10:00 ging es an’s Kriegerdenkmal zur Gefallenenehrung. Naja, hier fehlte dann aber doch die Dunkelheit und die Pechfakeln. Der anschließende Umzug endete im Zelt. Hier gab’s reichlich Gelegenheit die “Edelwilden“ kennen und schätzen zu lernen. Gegen 12:00 war Mittagessen in der Hubertusresidenz angesagt. Blumenbeauftragter Wilfried organisierte auf dem Weg dorthin noch schnell ein paar Blumen für die Königs-Gattin. Hmm, da fällt mir grade ein: Hat der auch Geld für die Blumen bekommen?
Nach dem Mittagessen, es gab gutes von einem Glehner Metzger, kam dann die Tortour. Jeder einzelne von uns ist in der Zeit von 14 bis 17 Uhr gefühlte zwei Mal den Jakobsweg gewandert, bei 35 Grad im Schatten. Das wir dabei schwarze Hosen getragen haben fällt kaum ins Gewicht, denn Günter führte den Hubertuskönigszug mit der Schwenkfahne des Glehner Enzian an. Während der Parade konnten wir dann eine Erfahrung machen die uns in vielen Jahren vielleicht einmal den Einstieg bei der Schützengilde erleichtern wird. Wir sind, wie in Glehn die Gildisten, am König vorbei spaziert.
Gegen 18:00 machten wir uns alle dehydriert, nass geschwitzt und erschöpft auf den Heimweg. Die Uniformen hingen triefend an uns herunter. Die 10 Liter Wasser, ja es stimmt WASSER, die jeder getrunken hatte machten das gute Stück auch 10 kg schwerer.
Man darf gespannt sein wie Hubertusse mit weisser Hose aussehen. Wir werden 2011 sehen!

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 11. Dezember 2010 um 21:43 Uhr